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Wieviel Geld brauche ich, um glücklich zu sein?

mental health Jan 18, 2022

Die große Frage, die wir uns stellen lautet: Können wir uns Glück und Zufriedenheit kaufen? Diese Frage lässt sich nicht so leicht beantworten und der Gedanke, dass sehr wohlhabende Menschen glücklicher sind als arme Menschen liegt erst einmal nahe.

Es gibt eine starke Verbindung zwischen Wohlstand und Glück. Reiche Menschen und wirtschaftsstarke Länder sind im Schnitt zufriedener, als ihre “schwächeren” Nachbarn. Dennoch ist der Einfluss von Geld auf unsere Gefühle garnicht so groß, wie wir vielleicht annehmen. Wenn du Kleidung zum tragen hast, Essen im Kühlschrank und ein Dach über dem Kopf, dann hat ein erhöhtes Einkommen nur ein kleines bisschen Einfluss auf dein Wohlbefinden.

Liegt dein Gehalt unter dem Durchschnittseinkommen?

Um es mit anderen Worten zu beschreiben: Wenn du weniger als das Durchschnittseinkommen (laut statistischem Bundesamt sind das 1.301 Euro für Einzelpersonen) verdienst, dann können 6.000 Euro mehr im Jahr einen großen Unterschied in Bezug auf dein Wohlbefinden auslösen. Wenn du aber 80.000 Euro im Jahr verdienst, dann sind 6.000 Euro vielleicht ein netter Bonus, aber es wird dein Leben nicht radikal verändern.

 

JA Geld macht glücklich, aber ...

 

Also Ja: Geld kann dir in gewisser Maßen Glück kaufen, aber wie du siehst ist es nur ein kleiner Teil vom Big Picture. Zudem besteht die Gefahr, dass ein wachsendes Einkommen dich unglücklich macht – wenn dein Verlangen nach Konsum mit diesem Wachstum steigt. Ich möchte damit nicht sagen, dass du wie eine fromme Kirchenmaus leben musst, aber die Balance sollte eben stimmen: und die zu finden, ist manchmal garnicht so einfach.

Lass uns das Gedankenexperiment mit dem Geld mal in vier Level aufteilen.

 

Level 1: Überleben

 

In diesem Status wird dir ein bisschen mehr Geld schon helfen, deine Zufriedenheit zu steigern. Wenn du nichts hast, kaufst du dir Dinge die dein Wohlbefinden unterstützen werden. Du bist natürlich viel zufriedener, wenn deine Grundbedürfnisse wie Essen, Kleidung und ein sicherer Schlafplatz gedeckt sind und weisst diesen Status auch zu schätzen.

 

Level 2: Komfort

 

Wenn die Grundbedürfnisse gesichert sind, dann wirst du dich im nächsten Schritt um deinen Komfort kümmern. Ein Stuhl zum sitzen, ein Kopfkissen zum schlafen, eine zweite Jeans. Auch diese Käufe werden dich erfüllen. Sie machen dich glücklich, aber nicht so glücklich wie die Dinge die du tatsächlich zum überleben brauchst. Dieses Level ist immer noch positiv, aber die Kurve geht nicht mehr so steil nach oben, wie im Level 1.

 

Level 3: Luxus

 

Nun verwandeln sich deine Ausgaben von Komfort zu wahrhaften Luxusgütern. Du ziehst von deiner kleinen Wohnung in ein Apartment im Stadtzentrum und du hast eine ganze Garderobe voll mit trendiger Kleidung. Du trinkst heißen Tee an Winterabenden, machst es dir auf deinem neuen Sofa gemütlich und schaust dir deine Lieblingssendung auf deinem Flatscreen TV an. Diese Dinge gehören nicht mehr zur Kategorie Komfort, sondern Luxus – und sie machen dich glücklich. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass sie dich an die Obergrenze des Glücks bringen.

 

Level 4: Überkonsum

 

Jetzt wird es spannend. Alle Käufe, die sich überhalb der Obergrenze befinden, werden dein Leben kontrollieren. Das neue Sofa zu kaufen hat dich glücklich gemacht, also machst du dich jetzt auf die Suche nach passenden Sesseln. Dein Flatscreen wird zum Beamer, weil du deine Freund:innen zum Home Kino Erlebnis einladen willst. Wenn du einen Tee kochst, muss es der chinesische Pu-Erh-Tee sein. Bald wird dein Apartment so voll mit Zeugs sein, dass du dir ein größeres Zuhause suchen musst und am besten noch einen Stauraum mietest. Keines dieser Dinge wird dich glücklicher machen, sondern sie werden dir zur Last fallen.

Ich hoffe, mit dieser Aufteilung konnte ich dir veranschaulichen, was ich dir mit auf den Weg geben möchte. Du hast die Überlebenswichtigen Dinge, etwas komfortables und vielleicht auch ein paar Luxusartikel. Das Leben soll Spaß machen und deine Ausgaben sind in Balance mit deiner Zufriedenheit. Du hast genug.

 

Diese 4 Tipps steigern dein Wohlbefinden nachhaltig, unabhängig von deinem Einkommen

 

Bleib gesund: Alle, die mal eine Verletzung oder langanhaltende Krankheit durchgemacht haben, wissen wie diese Phase einen emotional und auch finanziell mitnehmen kann. Ernähre dich gesund, bewege dich und gönn dir genug Schlaf.

• Vergleiche dich nicht: Sowohl finanziell als auch auf sozialer Ebene – tapp nicht in die Falle. Es wird immer die Menschen in deinem Freundeskreis geben, die wohlhabender sind und erfolgreicher in ihrer Karriere sind als du. Fokussiere dich auf dein Leben und deine Ziele.

• Minimalismus: Die meisten von uns denken, dass materieller Reichtum uns glücklich macht, aber diese Annahme ist schlichtweg falsch. Untersuchungen haben ergeben, dass Materialismus uns langfristig sogar unglücklich macht, wenn wir dem zu sehr hinterhereifern. Indem du dein Leben auf das reduzierst, was du wirklich brauchst, wirst du Geld sparen und dich befreit fühlen. Das habe ich übrigens auch gemacht, als ich nach Mallorca ausgewandert bin.

• Sei hilfsbereit: Selbstlose Handlungen sind der ultimative Booster für deine Zufriedenheit. Es klingt im ersten Moment vielleicht eigennützig, aber eine Spende an die Organisation deines Vertrauens kann mit deinem Beitrag viel bewirken und dir jede gute Tat den Tag versüßen.

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